Hochbeet befüllen – der November ist ideal

Die Euphorie im Garten anzupacken und Neues zu schaffen, beginnt meist in den ausklingenden Wintermonaten  – im Februar oder März.

Dabei sind gerade die letzten Herbsttage im November für manche Gartenarbeiten besser geeignet als der Frühling.

Das beste Beispiel ist das Befüllen von Hochbeeten.

Im Herbst ist das dafür benötigte Material im Garten im Überfluss vorhanden. Ob Strauchschnitt, Laub, Kompost oder Grasschnitt – alles kannst Du nun dazu verwenden ein Hochbeet für die Bepflanzung im Frühling vorzubereiten.

Die beste Zeit zum Hochbeet Befüllen ist Mitte bis Ende November

Entgegen der üblichen Beschreibungen im Internet oder in verschiedenen Büchern habe ich ein paar Abwandlungen vorgenommen, die sich in der Praxis sehr bewährt haben.

Ganz wichtig: Achte darauf, dass alle Materialien, die Du für Dein Hochbeet verwendest, BIO sind. D.h. schon die Sträucher oder der Grasschnitt durften nicht mit Pflanzenschutzmittel (z..B. gegen Pilze oder Unkraut) gespritzt worden sein. Sonst bringst Du das Gift direkt in Dein Hochbeet.

Und hier die Anleitung für die Befüllung eines Hochbeetes (mit ca. 85 cm Höhe):

1.)  Lege ganz unten ein Wühlmausgitter auf den Boden. Ich empfehle Dir das unbedingt, auch wenn Du bisher keine Wühlmäuse im Garten hattest. Die Befüllung des Hochbeetes wirkt nämlich wie ein gedecktes Buffet  – und zieht die lästigen Nager nahezu magisch an. Dass dann auch die Wurzeln Deiner Gemüsepflanzen auf ihren Speisezettel kommen, ist leider unvermeidbar. Das Wühlmausgitter muss sehr feinmaschig sein, denn die kleinen Mäuse kommen bereits durch Gitter mit einer Maschenweite von 1,3 x 1,3 cm durch. Ideal ist eine Maschweite von ca. 6,5 x 6,5 mm.

Das Wühlmausgitter schützt vor lästigen Nagern

2.) Befülle Dein Hochbeet nun bis etwas über der Häfte mit groben und feinen Ästen und Zweigen – am Besten solche, die Du vom Baum- und Strauchschnitt übrig hast. Geeignet sind nahezu alle Schnittreste, z.B. vom Obstbaumschnitt, Strauchschnitt, Heckenschnitt oder grobe Staudenreste. Vermeide Folgendes: Thujenzweige, Reste von Nadelbäumen und noch nicht getrocknete Zweige von Weiden, Haselnuss oder Rosen. Thujen und Nadelgehölze versauern die Befüllung. Die Zweige von Weiden und Co könnten austreiben und neue Sträucher bilden.

Verdichte die Äste und Zweige im Hochbeet

3.)   Auf die Astschicht kommen nun Rasenziegel oder Grasschnitt. Am Besten hast Du diesen den Sommer über beim Rasenmähen gesammelt. Mische die Grasschicht mit etwas Erde oder Kompost, damit kein Schimmel entsteht. Solltest Du zu wenig oder keinen Grasschnitt haben, kannst Du diesen durch Stroh (von einem Bio-Bauern) oder Miscanthus-Mulch

(auch Elefantengras) ersetzen. Diese Schicht sollte etwa 15-20 cm hoch sein.

Rasensoden, Grasschnitt oder eine Mischung aus Staudenresten, samenfreien Unkräutern oder Pflanzenresten von den Beeten folgen der Astschicht

4.) Die nächste Lage besteht aus 10 cm Erde oder Kompost.

Kompost kommt direkt auf das Gras

5.) Darauf kommen 20 cm Laub, das im Herbst reichlich anfällt. Nusslaub darf nicht ins Hochbeet, da dieses einen Stoff enthält, der das Pflanzenwachstum hemmt.

Das Laub ist die letzte Lage im Herbst – nun überwintert das Hochbeet

Lasse die Befüllung nun über den Winter arbeiten. Der Rest erfolgt im Frühling. Hebe dafür ausreichend Laub, Grasschnitt und Kompost auf.

Im Winter sackt die Befüllung des Hochbeetes um etwa ein Drittel zusammen.

7.) Im Frühling werden wieder Laub, Grasschnitt und Kompost auf die abgesunkenen Befüllung gegeben.

Im Frühling wird wieder aufgefüllt

8.) Zum Abschluss kommt gute Bio-Erde. Am besten verwendest Du eine gekaufte Bio-Erde. Achte dabei auf die Qualität, um keine Krankheiten oder Schädlinge mit der Erde einzuschleppen. Im Gegensatz zu vielen (Internet-)Ratgebern verwende ich nie normale Gartenerde (oder wie oft empfohlen) Aushuberde für die oberste Hochbeet-Schicht. Damit kannst Du Dir ziemlich viele Probleme einhandeln, z.B. Schneckeneier, Unkrautsamen oder Wurzelunkräuter. Die paar Euro für eine ordentliche Erde sind wirklich gut investiertes Geld.

Eine gute Bio-Erde lohnt in jedem Fall

Jetzt ist es endlich soweit – die Bepflanzung kann beginnen!

Hast Du andere Erfahrungen oder Methoden, um ein Hochbeet zu befüllen? Schreib es gleich hier in die Kommentare!

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