Hochbeet FAQs – kurz und kompakt

An dieser Stelle möchte ich Dir die am häufigsten  gestellten Fragen rund ums Hochbeet beantworten.

 

Frage: woher kommt das Hochbeet?

Antwort: Hochbeete haben sich aus den chinesischen Hügelbeeten entwickelt. Diese bringen auf derselben Fläche etwa 1,5 – 2 x so hohe Erträge wie ein klassisches Bodenbeet. Das Hochbeet ist sozusagen ein Hügelbeet mit Umrahmung.

 

Frage: wie hoch soll ein Hochbeet sein?

Antwort: das hängt einerseits von Deiner Körpergröße und andererseits vom Verwendungszweck ab. Die für die meisten durchschnittlich großen Menschen (160-180 cm) optimale Höhe liegt bei 85 cm. Bist Du aber größer (z.B. 190-200 cm) ist ein Hochbeet mit 100 cm Höhe für Dich ideal. Und dann hängt es noch davon ab, was Du anbauen möchtest. Sollen z.B. ausschließlich Tomaten gepflanzt werden, genügen schon 40-50 cm Höhe, da die Tomaten bis zu 150 cm hoch werden können.

 

Frage: und wie sieht es mit der idealen Breite aus?

Antwort: als Faustregel gilt die doppelte Armlänge. Ein „Durchschnittsarm“ ist etwa 50-60 cm lang, das Hochbeet sollte als etwa 100 – 120 cm breit sein.

 

Frage: aus welchem Material soll das Hochbeet gebaut werden?

Antwort: das natürlichste Material ist sicherlich Holz. Lärchenholz ist wohl die beste Wahl, da es bei sehr langer Lebensdauer vergleichsweise preiswert ist. Auch Robinien- oder Eichenholz sind sehr lange haltbar, aber wesentlich teurer. Teakholz oder andere tropische Gehölze sind aus Umweltschutzgründen abzulehnen.

Andere Materialien sind Tuffsteine, Ziegel, Natursteine, Metall oder Kunststoff. Aluminium- oder Plastikbeete sind energieaufwändig in der Produktion und aus ökologischen Gründen nicht zu empfehlen.

 

Frage: wie stark muss das Holz für die Hochbeet-Wand sein?

Antwort: die Stärke bzw. Dicke des Holzes ist nicht ausschlaggebend für die Stabilität des Hochbeetes. Viel wichtiger ist die Konstruktion bzw. Bauweise. Ein einfach zusammengeschraubtes Hochbeet mit Innenpfosten und dicken Brettern ist z.B. wesentlich weniger stabil als ein Hochbeet mit Nut und Feder und stützenden Winkeln an den Ecken und dafür weniger starken Brettern.

 

Frage: Hochbeet auf dem Balkon – geht das?

Antwort: die Befüllung eines Hochbeetes wird ganz schön schwer. Ein „normales“ Hochbeet mit Maßen von z.B. 100 x 200 cm und 84 cm Höhe fasst ein Volumen von 1.700 Liter. Mit Regenwasser kann ein Gewicht von bis zu einer Tonne zusammen kommen. Das ist definitiv zu schwer für einen Balkon. Die meisten Hausverwaltungen erlauben ein Gewicht von 200-300 kg/m². Alternativen sind Terrassenbeete mit geringerer Höhe oder Hochbeete mit Zwischenboden.

 

Frage: wo ist der beste Standort für das Hochbeet?

Antwort: das hängt hauptsächlich davon ab, was Du anbauen willst. Das meiste Gemüse benötigt eine sehr sonnige Lage, aber auch im Halbschatten wächst noch vieles. Voller Schatten hingegen ist nicht mehr so geeignet, hier gedeihen z.B. noch manche Salate, Spinat oder Mangold.

 

Frage: Wann und wie befülle ich das Hochbeet?

Antwort: Im Herbst ist der beste Zeitpunkt, um das Hochbeet zu befüllen, da hier ausreichend Material vorhanden ist. Zur Befüllung brauchst Du Strauchschnitt, Gras,  Laub, Kompost, ev. Tiermist von einem Bio-Bauern und Bio-Erde. Eine detaillierte Anleitung findest Du hier.

 

Frage: was mache ich, wenn ich nicht ausreichend eigenes Befüllungsmaterial habe?

Antwort: Hochbeet-Befüllungen gibt es auch zu kaufen. Verwende z.B. eine Kombination aus Miscanthus-Mulch und Bio-Erde, um Dein Hochbeet für die Bepflanzung vorzubereiten.

 

Frage: wie fülle ich das Hochbeet auf, wenn die Befüllung absinkt?

Antwort: in den ersten Jahren schrumpft der Inhalt um gut ein Drittel. Das Hochbeet ausschließlich mit Bio-Erde aufzufüllen kann also ganz schön ins Geld gehen. Ich gehe daher folgendermaßen vor: sobald das Hochbeet im Herbst abgeerntet ist, fülle ich Grasschnitt, Laub und ev. Kompost bis zum Rand ein und warte dann bis zum Frühling. Über den Winter setzt sich das Material schon wieder. Dann kommt eine gute Bio-Erde ins Hochbeet.

 

Frage: worauf muss ich bei der Bepflanzung achten?

Antwort: Zu Beginn entsteht durch die Verrottung des eingefüllten Materials Wärme und es werden viele Nährstoffe frei. Deshalb solltest Du zu Beginn hauptsächlich Starkzehrer in Dein Hochbeet setzen. Starkzehrer sind Pflanzen, die sehr viele Nährstoffe benötigen, z.B. Zucchini, Gurken, Kürbisse, Tomaten oder Paprika. Nach etwa zwei Jahren sind schon etwas weniger Nährstoffe im Hochbeet, dann werden Mittelzehrer angebaut (z.B. Karotten oder Rüben) und nach weiteren zwei oder drei Jahren kommen Schwachzehrer an die Reihe (z.B: Salate, Spinat, Buschbohnen).

 

Frage: muss ich die Befüllung nach einigen Jahren ausräumen und wechseln?

Antwort: über die Jahre verbrauchen sich die Nährstoffe im Hochbeet. Um wieder den Nährstoff- und Wärmeeffekt zu erzielen, solltest Du das Hochbeet also wieder neu „aufsetzen“. Allerdings ist es aus meiner Sicht nicht notwendig, das Hochbeet komplett auszuräumen. Es genügt, wenn Du etwa die obere Hälfte austauscht und wie hier beschrieben wieder befüllst.

 

Hier sind sicher noch bei Weitem nicht alle Fragen beantwortet. Welche Antwort fehlt Dir? Schreibe sie mir direkt in die Kommentare, ich beantworte sie umgehend 🙂

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